Parodie auf den Karneval:
«Alaaf, der Frühling kütt»

Freitag, 16.03.2007

Jülich. Was so ein waschechter Jeck ist, der bekommt vom Karneval nie genug. Bestes Beispiel dafür ist der Kabarettist Jürgen B. Hausmann, der auch noch in der Fastenzeit die Session hoch und den Sitzungskarneval am Leben hält. Daher ist sein Programm «Alaaf, der Frühling kütt» nicht nur eine Parodie auf den rheinischen Karneval, sondern gleichzeitig auch eine Liebeserklärung. «Auch wenn der dat net immer merkt», so Hausmann.

Vor einem voll besetzten Haus in der Jülicher Stadthalle gewährte er sehr zur Begeisterung seines Publikums einen tiefen Blick hinter die Kulissen einer Gala-Sitzung. Die zahlreichen Zuhörer durften miterleben, wie sich das Lampenfieber des Elferrates vor dem Einzug bis ins Unerträgliche steigert. Es lernte die verschiedenen Typen eines Sitzungspräsidenten kennen, vom redseligen bis zum intellektuellen. Es erfuhr, was eine gute Büttenrede ausmacht. Noch einmal durften sich die Gäste an diesem Abend unterhaken, eine Runde schunkeln, noch einmal den glanzvollen Einzug von Prinz Karneval miterleben.

Doch was wäre eine gelungene Sitzung ohne Tanzmariechen. Auch das hat Jürgen B. Hausmann drauf und überraschte die Zuschauer mit einer atemberaubenden Darbietung. Zum rauschenden Finale hatte die KG «22 halve Jecke» keine Kosten und Mühen gescheut und die Mainzer Hofsänger eingeladen. In Jülich kamen sie als Duo alias Jürgen Hausmann und sein musikalischer Begleiter Harald Claßen, und das Publikum wusste dies sehr zu schätzen.

Link: Aachener Nachrichten 16.03.07

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